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d a n n

wenn der Wind WORT wird
der Mond in der Wüste singt
Flüsse durch deinen Körper fließen
der Frühling im November
Blüten verstreut
wenn ein Kuss zum Flügel wird

dann ist es LIEBE

© Ursa Angst

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ent – deckt

Wie liebe ich es,
wenn du lachst
dann wachsen Worte in mir
wie ein blühender Zweig

© UrsaAngst

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geboren werden

unverhohlen neugierig
dem Leben zu
In dieser Stunde die ist
zwischen Himmel und Erde
zeigst du dich
trittst an den Weg
du kleiner Mensch
zwischen Woge und Ozean
wir werden dich lieben
Noch trägt die Mutter
dich sanft und lächelnd
hörst du uns DU
komm in das Leben

© UrsaAngst

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Bettflucht oder wie ein Sonntag-Morgen aussehen kann ….

Wieder einmal aus dem Bett gefallen.

Der Wecker zeigt 5.39 Uhr. Es ist Sonntag. Keine Hektik, kein Aufstehen-müssen,
kein Zwang, kein Drang und doch stehe ich (nach ein paar unmotiviert begangenen
Kniebeugen) bereits um 5.45 Uhr unter der Dusche und genieße das warme Wasser,
welches mit sattem Strahl auf meinen Kopf prasselt und dann, etwas gemäßigter
über die Schultern rinnt. Wonne, wonniglich, herrlich, eine Wohltat.
Das leise Summen meiner Stimme wird lauter, die Worte formen sich, ein Lied macht
sich breit im Tag: Ich singe. Ich singe unter der Dusche: alle Vögel sind schon da …
na, was ist das denn? Wir haben August, die Vögel ziehen schon bald wieder von
dannen und ich singe von einer Vogelschar, die aus Amsel, Drossel, Fink und
Star besteht und die uns allen ein Jahr wünscht mit „Heil und Segen“.
Aber-, was ist denn das Heil ? Hat es etwas mit „heilig“ zu tun, mit Frömmigkeit,
mit Glauben, Glaubens Seligkeit oder mit dem Heilen, dem Helfen???
Ich kann mir meine Fragen nicht so schnell beantworten, denn die Gedanken gehen
weiter, während das Wasser noch immer über meinen Körper rinnt (vielleicht sollte
ich es abstellen) . Gedankenschwer drücke ich auf den Hebel und stehe null komma
nix tropfend in der Dusche. Wieder einmal kein Handtuch hingelegt..also, hinaus
und frierend ergreife ich ein großes Badetuch mit floralem Druck. Neuerdings
liebe ich Blumen auf Bettwäsche, Handtüchern, ja-, sogar auf dem Geschirr, was
jahrzehntelang in mattem Weiß und edel aussehend den Tisch zierte.
Die Zeiten ändern sich und die Meinungen und Ansichten über gewisse Lebens-
bereiche und -situationen auch.
Zurück zum Heil, was mir nicht aus dem Kopf geht. Ich fange an, zu überlegen,
ob es nicht einfach nur der Teil eines Wortes ist, wie z.B. Heil-Bringer, Heil-Bad,
Heil-Pädagogik oder der Begriff für etwas Ganzes, etwas NICHT KAPUTTES,
also heil im Sinne von unversehrt. Ich beschließe, später das Internet zu befragen
und mich schlauer zu machen. Mit dem „Segen“ befasse ich mich nicht weiter,
denn ohne eine Tasse Kaffee ufert das Denken aus und ich komme nicht zum
Punkt. Eigentlich ist er mir auch egal so am frühen Sonntag-Morgen. Ich schaue
auf den Deich. 25 Wohnmobile haben sich dort breit gemacht. Die Hundehalter
und – halterinnen leinen ihre Lieblinge an und gehen (mit roten Beutelchen bestückt)
zügig am Wasser entlang. Mir macht diese Szenerie am frühen Morgen sehr viel
Spaß. Ich beobachte Menschen, die von meiner Beobachtung nichts wissen und
auch nichts ahnen. Fröhliche „Guten-Morgen-Grüße“ schallen zu mir herüber.
Eine nette freundliche Gemeinde, diese Camper.
Mein Kaffee ist nun kalt geworden. Also, erst einmal so richtig frühstücken und
danach weiter schreiben …. einen schönen Sonntag Euch ….

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kein Sommer-Gedicht

nicht DU, nein SIE

eingeschüchtertes Suchen
in fremdgewordener Heimat
leere Straßen
lehnen eine Verbindung ab
du bist nicht die
die ging und wiederkam

du bist die die sucht
die zur Geschichte wird
die man lesen kann
irgendwann irgendwo

c) Ursa Angst

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Tagesgedanken

mensch – liche Gedanken

was mir
auch immer die Sinne öffnen mag
was auch immer zu Gedanken
und zu Worten werden kann
ich spüre einen Teil der Wahrheit
spüre, dass in vielen
Menschen ein Singen ist
was zum Schlüssel wird
für DIE, die ihn annehmen

©UrsaAngst

was liebe ich den Tag
im Alltag
staunend lachend schnuppernd
riechend er-lebend
das Leben riecht
unentwegt intensiv stark
es riecht jung frisch und grün
nicht benutzt abgegriffen
nicht staubig – regenfeucht

frühlingsnah füllt sich der
Tag mit Leben

©UrsaAngst

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Lipp-Gloss ?

Ach, DU, Mensch
deine gefüllten Lippen
wurden sprachloser von
Jahr zu Jahr
einst wollten sie reden
singen, lachen und jubeln
über Ideen und über Träume,
die so alt, nebelverhangen
junge Gefühle ersannen.
Was ist nun ?
Heute seufzen sie,
weinen im Herzen der Zeit
zwischen Takt und Takt-
losigkeit
von vergänglicher
Unvergänglichkeit
Ja-,
die gefüllten Lippen
grenzten sich ein
grenzten sich aus.

© UrsaAngst

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